
Wie man die Beleuchtung in einem Geflügelstall richtig einrichtet
Wenn man einen automatisierten Geflügelstall einrichtet, ist es verlockend, Infrarotlampen einfach als eine weitere Kostenposition in der Bilanz zu betrachten. Doch die Wahl der richtigen Lampen bestimmt letztendlich, wie viel Geld man jeden Monat für Strom ausgeben muss.
Die meisten Menschen behandeln Wärme wie ein gewöhnliches Produkt – das ist falsch. Wenn man die Wellenlänge und die Leistung der Lampen falsch wählt, erwärmt man die Vögel eigentlich nicht – man zahlt nur dafür, dass die Decke erhitzt wird.
Der „Watt-Zwischenfall“
Ich sehe das ständig: Käufer wählen einfach eine „Standard-Leistung“, ohne auf die Wärmemenge im Gebäude zu achten. In einem dicht besetzten Stall muss die Leistung der Lampen gut mit der Belüftung übereinstimmen. Wenn man zu hohe Werte wählt, schalten sich die Thermostate ständig ein und aus. Das nennt man Kurzschlussbetrieb – das ist ein Albtraum. Dadurch werden die Relais beschädigt und die Stromrechnungen werden extrem hoch.
Tun Sie sich selbst einen Gefallen und passen Sie die Spannung an das lokale Netz an (meist 110V oder 220V). Es ist unnötig, Transformator zu verwenden, nur damit eine Lampe funktioniert – sie verbrauchen Energie in Form von Wärme, bevor diese überhaupt bei den Vögeln ankommt.
Kurzwellen versus Langwellen – Welche Methode funktioniert wirklich?
Hier wird es technisch – aber halten wir es einfach. Kurzwellenlampen arbeiten schnell und heizen direkt die Vögel. Es spielt keine Rolle, ob die Luft kalt ist – sie erwärmen einfach die Vögel. Wenn der Stall schlecht belüftet ist, ist das die einzige Lösung. So können die Küken warm gehalten werden, ohne dass die Raumtemperatur unnötig hoch sein muss.
Langwellenlampen funktionieren anders: Sie arbeiten langsamer und heizen die umliegende Luft. Überprüfen Sie vor dem Kauf die Deckenhöhe. Wenn die Decken hoch sind, sind Langwellenlampen praktisch nutzlos – die Wärme verschwindet, bevor sie den Boden erreicht.
Der „Billig-Lampe-Teufelskreis“
Es ist verlockend, zu einer günstigen Lampe zu greifen. Doch billige Lampen verwenden meist billige Quarzröhren. Wenn man sie in einen automatisierten Betrieb stellt, gehen sie schnell kaputt. Plötzlich kostet es mehr Geld für Ersatzlampen als man durch den Kaufpreis gespart hat.
Außerdem spielt die Entfernung zwischen den Lampen eine wichtige Rolle: Wenn die Lampen zu nah beieinander stehen, verbrennen die Vögel. Wenn sie zu weit entfernt sind, wird nur die Luft erhitzt. Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsspiel. Nur wenn Entfernung und Leistung richtig eingestellt werden, kann man die Stromkosten pro Vogel senken.